Der Align T-Rex 600 Nitro Pro

Irgendwann habe ich die Lust an der Flaechen-Fliegerei verloren und hatte aber noch eine Graupner Extra 300L Leki, die nach dem Einfliegen nicht mehr bewegt wurde. Ich beschloss also, diese zu verkaufen um mir weitere Akkus fuer meinen Logo leisten zu koennen. Wie das Leben aber nunmal so spielt, stolperte ich, just in dem Moment, als ich das Geld fuer die Leki bekommen hatte, ueber ein Schnaeppchen, bei dem ich nicht "nein" sagen konnte: ein Align T-Rex 600 Nitro Pro fuer 250.- Euronen. Ein Haendler im Forum schmiss Ende Februar gerade alle Align-Sachen raus und ich habe schnell genug reagiert :-)

Da ich noch einen TT 50 Pro-H(R) Motor mit Daempfer vom Raptor rumliegen hatte, brauchte ich keinen Motor mehr kaufen. Ein Paar Blattschmied-Rotorblaetter hatte ich auch noch, somit fehlten nur Servos, Empfaenger + Akku, Kreisel und ein paar Kleinteile. Ich hatte ja sowieso auch beschlossen, die "kleinen" 450er Helis aufzugeben. Also nahm ich den Kreisel vom Zoom 450 Pro in den Logo (der funktioniert darin sowieso besser, als der 401er) und der 401er kam in den grossen Rex. Dann kaufte ich noch drei S 3152 Servos und ein Savöx SH-1257 fuer das Heck. Ein Gas-Servo hatte ich auch noch rumliegen und zusammen mit dem Empfaenger des Zoom 450 kam ich dann zum kompletten Heli...

Bau.
Die Bauphase wurde noch durch einen "kleinen" Krankenhaus-Aufenthalt gebremst, aber kaum wieder zu hause, machte ich mich an den Ausbau. Align-typisch sind die vielen Plastiktuetchen in denen die einzelnen Bauphasen verpackt sind. Wer schon einen Rex 450X und einen 450SEv2 gebaut hat, der wird hier einiges wieder erkennen. Der Bau geht sehr gut von Statten, man sollte aber wirklich den Anweisungen in der Anleitung folgen. Ich habe mich gewundert, wie stark verzogen das Chassis an dem Punkt ist, wo die Anleitung die Ausrichtung auf einer Glasplatte empfiehlt. Folgt man dieser Empfehlung nicht, dann wird der Heli wahrscheinlich nur noch Kreise fliegen ;-) Der mit Abstand aufwendigste Bauschritt ist der Einbau des Tanks, was mich mindestens eine halbe Stunde gekostet hat... Im Vergleich zum Raptor ist der Motoreinbau viel schoener gemacht und geht auch ohne das Landegestell abzunehmen.

Erstflug.
Am 17.3.09 war dann endlich der Erstflug. Den Tag vorher hatte ich den Motor noch mal "resettet", sprich die Duesennadeln in Augangsposition gebracht, das Standgas und die Autorotationseinstellung gemacht und ein paar Gaskurven "geschaetzt". Auf dem Flugplatz brauchte ich zu meiner Verwunderung nur noch zwei Zacken fetter stellen - die Gaskurven waren recht passend!

Der Heli fliegt sich sehr agil, was aber auch sicher an der, im Vergleich zu meinem Raptor, hoeher eingestellten Drehzahl liegt. Der Raptor ist somit meine gemuetliche E-Klasse, der Rex fungiert als Porsche und der Logo... der muss dann wohl die Hiabusa spielen ;-)

Der zweite Flug.
Am 18.3 dann der zweite Flug... Nachdem ich ein paar Achten geflogen bin und mich ein wenig eingeflogen habe, fasste ich den Mut, mal meine allererste Rolle zu probieren. Sie wurde zwar nicht wirklich rund, aber ich habe schon schlechtere gesehen. Bisher hatte ich immer alles Neue mit dem Zoom 425 probiert, aber der grosse Rex soll nun, aufgrund der Ersatzteil-Preise, diese Funktion uebernehmen. Also gleich im Anschluss noch einen Looping gemacht und dann wieder zurueck uebern Platz. Fast am Ende des Platzes geht ploetzlich der Motor aus - 15-20 Meter Hoehe, 60 Meter Enfernung (zunehmend) - keine idealen Bedingungen fuer eine Autorotation. Also ruhig bleiben, Kurve fliegen mit leicht negativem Pitch und dann in Sichtweite versuchen mit der Restenergie zu landen. Der Heli setzt sanft auf, ein Blatt klappt ein und er ueberschlaegt sich leider doch noch.  

Schadensbilanz: Zwei Kugelpfannen zerrissen und bei einem Blatt ist ein kleiner Kratzer zu sehen.
Grund: Im Tank hatte sich das Tankpendel geloest, weil der Schlauch der Laenge nach eingerissen war!
Fazit: Die Tank-"Verschlauchung" bei Align ist noch schlechter, als bei TT. Und ich bin stolz wie Oskar, den Heli so gut gerettet zu haben ;-)

Mit der Anschaffung eines Drehzahlreglers habe ich noch ein Alu-Luefterrad eingebaut, da die Magneten darauf besser halten. Der TT Pro-50H Motor, den ich ja aus meinem Raptor rausgeworfen hatte, lies sich nach ein paar Tankfuellungen gar nicht mehr einstellen - den habe ich wohl etwas zu sehr mishandelt. Da ich aber nirgendwo mehr einen neuen herbekam, bestellte ich mir den neuen TT-Rotschopf und bin zwar von der Leistung absolut begeistert, aber beim Verbrauch trauer ich dem alten Motor doch schon ein wenig nach. Mit einer Tankfuellung nur 8  statt der gewohnten 20 Minuten fliegen zu koennen, macht sich schon bemerkbar.  Da der neue Motor auch nicht gerade als leise zu bezeichnen ist und mit einem Funtech-Daempfer auf 80dB kam, habe ich mir dann noch einen Zimmermann 2616 Phantom Daempfer dazu bestellt. Damit ist er dann doch so ertraeglich laut, dass man keine zusaetzlichen Ohrstoepsel mehr vermisst ;-)

Tuning.
Da der Heli in der Minimal-Konfiguration aufgebaut wurde, fehlen mir schon ein paar Kleinigkeiten:
- ein Zimmermann Phantom Daempfer, Leistungs-, Sound- und Temperatur-Tuning fuer den TT-Motor (eingebaut)
- das Align B6T Vorglueh- und BEC-Modul finde ich schick und praktisch (muss warten)
- ein Drehzahlregler, da auch ich immer bequemer werde - (eingebaut)
- ein Header-Tank, da mir der Heli zu oft wg. Spritmangel ausgegangen ist (eingebaut)
- Alu-Luefterrad, damit die Magnete des Reglers nicht dauernd rausfliegen (eingebaut)

Die Daten.
135cm Rotorkreis, TT Pro-53H Redline + Zimmermann 2616 Phantom Daempfer, Futaba GY-401 + Savöx SH-1257 Heckservo, 1 Graupner 8077 Gasservo, 3 Futaba S 3152 Taumelscheiben-Servos, Futaba R617 FASST Empfaenger, 600er Blattschmied GFK-Blaetter, Align RCE 600 Drehzahlregler.

Ein paar Bilder vom Bau.



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